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Nächst Decazes hatte man Herrn Guizot besonders im Auge. Auch diesem wird viel zugetraut, wo es gilt, unter konstitutionellen Namen und Formen die absolutesten Gelüste zu verbergen. Denn dieser Quasi-Vater der neuen Doktrinaire, dieser Verfasser einer englischen Geschichte und einer französischen Synonymik versteht aufs meisterhafteste, durch parlamentarische Beispiele aus England, die illegalsten Dinge mit einem ordre légal zu bekleiden, und durch das plump gelehrte Wort den hochfliegenden Geist der Franzosen zu unterdrücken.
Wenn Hr. Guizot spricht, so sind beide Seiten der Kammer aufmerksam; die eine erwartet Unterricht, die andere Grobheiten. Da er von seinen historischen Vorlesungen her gewohnt ist, am Schlusse der Stunde klatschen zu hören, so endigt er jede seiner Reden mit einem Knalleffekt, und geht, nachdem er gesprochen, zu jedem seiner Freunde besonders, sich einen vernehmlichen Handschlag geben zu lassen. Er ist ein kleiner dünner Mann, mit einem wahrhaften Zensorgesicht, der so schnellfüßig aussieht, dass man glauben möchte, er sei während der hundert Tage zu Fuße nach Gent gelaufen.
Wie aber die Meisten, wenn sie zur Macht gelangen, ihre Natur ändern, so hat auch Hr. Guizot als Minister seine Behändigkeit verloren.
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