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Vorwort

 

 

 

 

Die Honoré-Daumier-Gesellschaft ist eine junge Gesellschaft. Sie wurde anlässlich der Daumier-Ausstellung in der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau am 2. März 1996 im Schloss Georgium ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Diskussionsforum, Austauschzentrum, Informationsquelle und Anlaufstelle für alle Daumier-Freunde zu sein. Die Gesellschaft möchte das vorhandene Wissen über Daumier und sein Werk sammeln und weitergeben, Forschungen ermuntern, und Menschen, die Daumier bisher nicht kannten, an seine Kunst heranführen, durch Gespräche, wissenschaftliche Beiträge und Ausstellungen. Durch Vermittlung von Herrn Dieter Prochnow kam der Kontakt zum Heinrich-Heine-Institut zustande. Wir erfuhren mit Begeisterung von dem Angebot, ab Winter 1998 jährlich einmal Daumier im Heinrich-Heine-Institut vorstellen zu dürfen. Dies war der Anlass dafür, dass sich einige von uns vornahmen, die «Französischen Zustände» von Heine zu lesen. Bei dieser Lektüre ergab sich bald, dass es Berührungen zwischen Daumier und Heine gibt. So erwähnt Heinrich Heine direkt eine Karikatur von Daumier («der Albtraum», Nr. 3) und einige Karikaturen seiner Künstlerkollegen. Weitere Verbindungen ergeben sich dadurch, dass sowohl Daumier als auch Heine die tagespolitischen Ereignisse und Politiker, an der Spitze König Louis-Philippe, «kommentieren». Daneben gibt es aber auch Berührungen, die weit über das tagespolitische Geschehen hinausweisen. Herr Thomas Metzen hat sich dankenswerterweise darum bemüht, gerade diesen letzten Aspekt in seinem Beitrag herauszuarbeiten.
Es ist uns eine große Freude, unsere Ausstellungsreihe im Heinrich-Heine-Institut mit einer Gegenüberstellung dieser epochalen Zeitmaler beginnen zu können. Gelingt es uns, Daumier-Freunde auf das Werk von Heine und Heine-Freunde auf das Werk von Daumier neugierig zu machen, wäre schon viel erreicht. Unser herzlichster Dank gilt Herrn Professor Joseph A. Kruse und Frau Heidemarie Vahl, ohne deren freundliche Einladung und Hilfe bei der logistischen Bewältigung diese Ausstellung nicht zustande gekommen wäre. Unser Dank gilt auch Herrn Peter Welk für sein spontanes, großartiges Mitwirken bei der Gestaltung des Kataloges und der elektronischen Ausstellung auf CD.

Werner Büsen
Honoré-Daumier-Gesellschaft
 

 

 

 

 

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